Bitte aktivieren Sie JavaScript in Ihrem Browser um unseren Internetauftritt optimal nutzen zu können.

Unterstützte Assessments und Testabläufe von Leonardo Mechanography

Folgende Assessments (automatische Auswertung und Zusammenfassung von Einzeltests) und Testabläufe werden von Leonardo Mechanography unterstützt:

*) Diese Testarten werden nur in der Research-Variante (RES) unterstützt.
**) Die Balance Analyse ist nur möglich bei Verwendung von Leonardo Mechanograph GRFP 6003 oder GRFP LT 6005 Systemen (8-Kanal bzw. 6-Kanal, LEO-DAQ Schnittstelle).

BAss: Basic Asessment: Standard Assessment

Funktion: Automatische kompakte Auswertung aller s2LJ, m1LJ und CRT eines Patienten an einem Tag.

Typ: Fitness Assessment.

Ergebnisse: Esslinger Fitness Index (E.F.I.), Effizienz der Bewegung, Assymmetrie der Bewegung, maximale willentliche Kraft des linken und des rechten Beins, CRT Analyse.

BAss - Basic Assessment

[nach oben]

s2LJ: single 2 Leg Jump: Sprung maximaler Höhe

Typ: Leistungstest.

Bewegung: Es wird ein natürlicher Sprung mit Ausholbewegung und dem Ziel maximaler Höhe durchgeführt.
Hohe Reproduzierbarkeit für "normalen" Patienten, da alltägliche Bewegung.
Für bestimmte Untersuchungen (Querschnittsstudie, Untersuchung von Spitzensportler) können evtl. bestimmte Ausführungsbedingungen festgelegt werden, wie beispielsweise Ruhigstellen der Arme.

Anwendungsgebiete: Allgemeiner Test der Leistungsfähigkeit.

Zielsetzung/Ergebnisse: Beurteilung der individuellen anaeroben Leistungsfähigkeit (peak Power Output), Referenzdaten mit Alter/Geschlecht (EFI) im Alter von 3 bis 100, Bestimmung der Effizienz der Bewegung (inter- und intramuskuläre Koordination im gesamten Körper), L/R-Unterschiede – liegt eine asymmetrische Bewegungen vor? (Typische Gründe: Schmerzen/Schonhaltung, verletzungsbedingte asymmetrische Bewegungsmuster, Bewegungsapparat und Rücken.)

Messwerte: Kraft, Beschleunigung, Geschwindigkeit, Leistung, kinetische Energie, potentielle Energie, Sprunghöhe, Ausholbewegung, Gewicht, L/R-Differenzen (Kraft, Leistung), Esslinger Fitness Index (E.F.I.), Bewegungseffizienz.

s2LJ - single 2 Leg Jump

 [nach oben]

CRT: Chair Rising Test: Aufstehtest

Typ: Leistungstest.

Bewegung: Der Patient steht aus sitzender Position so schnell wie möglich auf, bis die Knie durchgestreckt sind, und setzt sich anschließend wieder komplett hin.

Anwendungsgebiete: Es handelt sich um einen Leistungstest, welcher bei stark leistungsschwachen/dekonditionierten Patienten eingesetzt wird, die den s2LJ nicht mehr durchführen können.
Etabliert in der Geriatrie (enger Zusammenhang zum Sturzrisiko in den nächsten 2 Jahren, wenn Testdauer bei 5maligem Aufstehen > 10 s).
Problem bei fitten Patienten: Ceiling Effekt -> physikalisch nicht schneller als 1 s pro Test möglich, alternativer Test: s2LJ.

Zielsetzung/Ergebnisse: Ermittlung der individuellen Leistungsfähigkeit am Beispiel einer der grundlegendsten Alltagsaufgaben: Aufstehen aus einem Stuhl. Analyse von Bewegungsdefiziten: L/R-Unterschiede - liegt eine asymmetrische Bewegung vor? (Typische Gründe: Schmerzen/Schonhaltung, verletzungsbedingte asymmetrische Bewegungsmuster, Bewegungsapparat und Rücken).

Messwerte: Kraft, Beschleunigung, Geschwindigkeit, Leistung, kinetische Energie, potentielle Energie, Gewicht, Gesamtdauer, Dauer pro Einzelbewegung, Referenzdaten aus Geriatrie.

CRT - Chair Rising Test

m1LJ: multiple 1 Leg Jump: mehrfacher Einbeinsprung

Typ: Test zur Bestimmung der willentlichen Maximalkraft pro Bein.

Bewegung: Der Patient hüpft wiederholt mit steifem Knie auf dem Vorfuß auf einem Bein, ohne dass die Ferse den Boden berührt, und versucht bei dieser speziellen Bewegung die maximale Hüpfhöhe (mit steifem Knie) zu erriechen. Es handelt sich um einen Test zur Erfassung der Maximalkraft, Steifigkeit des Muskel-Sehnen-Apparats und der Energiespeicherfähigkeit.

Anwendungsgebiete: Allgemeiner Test der Maximalkräfte und der Fähigkeit zur Energiespeicherung, Gesamtkörpersteifigkeit.

Zielsetzung/Ergebnisse: Maximalkräfte/ Maximalbeschleunigung, Steifigkeit, Energiespeicherungsfähigkeit. Die willentliche Maximalkraft steht in engem Zusammenhang zur Knochenfestigkeit (vgl. Frost, Mechanostat). Somit eignet sich dieser Test optimal als Ergänzung der pQCT Messergebnisse um die funktionale Muskel-Knochen-Einheit zu charakterisieren.
Quantifizierung von Bewegungsdefiziten: Verletzungen, Schmerzen führen zu ineffizienter Bewegung/schlechte Energiespeicherung, Steifigkeit (Kraft) "bricht ein"

Messwerte: Kraft, Beschleunigung, Geschwindigkeit, Leistung, kinetische Energie, potentielle Energie, Gewicht, Steifigkeit.

m1LJ - multiple 1 Leg Jump

DJ: Drop Jump

Typ: Test der Bodenkontaktzeit/Schnelligkeit.

Bewegung: Aus einer definierten Fallhöhe (Stuhl) auf den Boden "fallen" lassen und mit möglichst geringer Bodenkontaktzeit wieder abspringen. Die Bodenkontaktzeit ist die Zeit zwischen dem ersten Auftreffen und dem unmittelbar folgenden Absprung. (Je kürzer die Kontaktzeit, desto besser.)

Anwendungsgebiete: Der Drop Jump wird oft/hauptsächlich im Sport eingesetzt.

Zielsetzung/Ergebnisse: Aussage über die Schnelligkeitsvoraussetzungen (vgl. Bauersfeld & Voß) -> Beurteilung der intra- und intermuskulären Koordination.

Messwerte: Kraft, Beschleunigung, Geschwindigkeit, Leistung, kinetische Energie, potentielle Energie, Gewicht, Bodenkontaktzeit, L/R Differenzen.

[nach oben]

HRT: Heel Rise Test

Typ: Leistungstest (reine Wirkleistung, ohne nenneswerte Energiespeicherung).

Bewegung: Der Patient steht mit gestreckten Knien auf der Kraftmessplatte und führt einen Sprung nur aus dem Sprunggelenk aus.

Anwendungsgebiete: Allgemeine Leistungsanalyse.

Zielsetzung/Ergebnisse: Bewegung ("Sprung") ohne Energiespeicherung, nur aus der Wadenmuskulatur, ohne Ausholbewegung.
Ermittlung der maximalen, reinen Wirkleistung (ohne nennenswerte Energiespeicherung)
Einschätzung, wie viel Kraft konzentrisch erzeugt werden kann, ohne die Energiespeicherung zu nutzen.

Messwerte: Kraft, Beschleunigung, Geschwindigkeit, Leistung, kinetische Energie, potentielle Energie, Gewicht, Ausholbewegung, Sprunghöhe, L/R Differenzen.

[nach oben]

LT: Land Test: Landetest

Typ: Koordinationstest, Fitnesstest, Flexibilität.

Bewegung: Der Patient springt aus definierter Höhe (von einer Stufe oder einem Stuhl) auf die Kraftmessplatte, mit dem Ziel, so leise und weich wie möglich zu landen -> minimale Maximalkräfte, möglichst gleich bleibende Energieabsorption.
Ein gut trainierter Patient erreicht hierbei Werte < 1,5 des Körpergewichts pro Bein (vgl. Runge).

Anwendungsgebiete: Allgemeiner Leistungstest, Koordinationstest, z.B. Geriatrie.

Zielsetzung/Ergebnisse: Koordination der Bewegung, Fähigkeit zur koordinierten, gleichmäßigen Energieabsorption, Flexibilität.

Messwerte: Kraft, Beschleunigung, Geschwindigkeit, Leistung, kinetische Energie, potentielle Energie, Gewicht, Fallhöhe, L/R-Differenzen.

LT - Land Test

[nach oben]

RT: Repetition Test: Wiederholungstest

Typ: Koordinationstest (getestet wird die Gleichmäßigkeit wiederholter Bewegungen).

Bewegung: Wiederholte Bewegungen. Beispiel: Der Patient federt in den Knien und versucht eine harmonische Sinusschwingung zu erzeugen (Auf- und Abbewegung sind in der Geschwindigkeit und Höhenänderung ca. 5 cm identisch) -> Schwingung mit 1 bis 3 Hertz (abgeleitet vom Training der chinesischen Kaiser zum Junghalten -> Wiederkehr des Frühlings, vgl. Runge).

Anwendungsgebiete: Geriatrie, allgemeine Koordination, Flexibilität.

Zielsetzung/Ergebnisse: Gleichmäßigkeit wiederholter Bewegungen -> Koordination, Aufschluss über die Steifigkeit und Energiespeicherung.

Messwerte: Kraft, Beschleunigung, Geschwindigkeit, Leistung, Gewicht, mittlere Dauer und Standardabweichung der Einzelbewegung.

TRT: Trunk Rise Test: Aufrichttest

Typ: Fitnesstest, Leistungstest, Test der Alltagstauglichkeit bei Rückenschmerzen.

Bewegung: Alternative 1: Oberkörper wird so schnell wie möglich auf etwa 90° Beugung gebracht und dann wieder aufgerichtet.
Alternative 2 (z.B. für Rückenpatienten): Oberkörper langsam bis auf etwa 90° Beugung bringen, dann so schnell wie möglich aufrichten.
Alternative 3 (z.B. für Rückenpatienten): Der Patient geht mit senkrechtem Oberkörper in die Knie, bis die Fingerspitzen die Fußspitzen von innen berühren, und richtet sich so schnell wie möglich wieder auf. Der Patient imitiert den Bewegungsablauf wie beim Anheben einer Getränkekiste.

Anwendungsgebiete: Alternative 1 und 2: allgemeine Leistungsanalyse der Rückenmuskulatur, z.B. Geriatrie.
Alternative 3: Alltagstauglichkeit speziell bei Rückenpatienten.

Zielsetzung/Ergebnisse: Leistungsfähigkeit der Rückenmuskulatur. Alltagstauglichkeit (z.B. Leistungsfähigkeit bei alltäglicher Bewegung wie z.B. simuliertem Aufheben einer Getränkekiste) Rückenschmerzen, Schonhaltung. Testparameter ist die Höhenänderung des Körperschwerpunkts (wie weit geht Patient in die Knie).

Messwerte: Geschwindigkeit, Kraft, Leistung, Dauer, L/R Vergleich, Gleichmäßigkeit der Bewegung, Höhenänderung.

[nach oben]

BT: Balance Test: Balance-/Gleichgewichtstest/Stabilometrie

Typ: Koordinationstest.

Bewegung: Der Patient versucht für eine definierte Zeit (z.B. 10 s) ruhig auf beidem oder auf einem Bein zu stehen (Steigerung der Anforderung).
Unterstützt werden folgende Varianten:

  • Romberg Stand, Augen geöffnet (RomEO)
  • Romberg Stand, Augen geschlossen (RomEC)
  • Semi-Tandem Stand, Augen geöffnet (SemTanEO)
  • Semi-Tandem Stand, Augen geschlossen (SemTanEC)
  • Tandem Stand, Augen geöffnet (TanEO)
  • Tandem Stand, Augen geschlossen (TanEC)
  • Einbeinstand, Augen geöffnet (1L_EO)
  • Einbeinstand, Augen geschlossen (1L_EC)
  • Freier Test (other)

Anwendungsgebiete: Etabliert in der Geriatrie und Rehabilitation, wenn der Land Test nicht mehr eingesetzt werden kann, sowie in der Sportmedizin als Koordinationstest.

Zielsetzung/Ergebnisse: Test des Gleichgewichts und der Koordination -> Alltagstauglichkeit bei älteren Patienten -> Sturzrisiko.

Messwerte: Stabilometrie/Variation des CoF (CoP): Fläche der 90% Standardellipse (Sway Index), Weglänge, Mittelwert, Std Abw. CoF A/P, M/L, Abstand von mittlerer Position, jeweils über gesamte Messung oder in sechs gleiche Abschnitte aufgeteilt (Verlaufsmessung, Ermüdungsmessung). Frequenzanalyse der Kraft- oder Positionsvariation. Geschwindigkeitshistogramme.

Hinweis: Die Analyse der Variation des CoF kann bei jeder Testart durchgeführt werden (z.B. auch für die Landephase nach einem Zweibeinsprung).

BT - Balance Test