Bitte aktivieren Sie JavaScript in Ihrem Browser um unseren Internetauftritt optimal nutzen zu können.

Dtsch Ärztebl 103: (2006) A3414 - 3418, 2006; 103: 3414-3418

Muskel und Knochen - eine funktionelle Einheit

Jahr: 2006

E Schönau, O Fricke

Abstract

Einleitung:
Im sich entwickelnden Organismus von Kindern und Jugendlichen steht die Kraft und die Masse der Muskulatur in biologischer Beziehung zur Geometrie und Masse des Skeletts. Methoden: Vor dem Hintergrund von Harold Frost"s „Mechanostaten Hypothese“ werden Erkenntnisse osteodensitometrischer und biomechanischer Untersuchungen der vergangenen zehn Jahre diskutiert.
Ergebnisse:
Bei Heranwachsenden folgt die Entwicklung der Masse und Geometrie des Knochens der Entwicklung der Körpermaße und Muskelkraft. Durch Zunahme der Festigkeit passt sich der Knochen an die durch biomechanische Kräfte bedingte Verformung an. Aus diesem Grund ermöglicht
die quantifizierte Untersuchung der Beziehung zwischen Knochenfestigkeit und Muskelkraft zwischen primären und sekundären Knochenerkrankungen zu unterscheiden.
Bei primären Knochenerkrankungen ist die Knochenfestigkeit nicht an die Muskelkraft adaptiert. Sekundäre Knochenerkrankungen zeichnen sich durch eine verminderte Knochenfestigkeit in Verbindung mit einer gelungenen Anpassung an eine verringerte Muskelkraft aus.
Diskussion:
Der als funktionelle Muskel-Knochen-Einheit bezeichnete Zusammenhang zwischen Muskulatur und Skelett ist ein nützlicher Ansatz in der Diagnostik pädiatrischer Knochenerkrankungen.

GID: 1218; Letzte Änderung: 05.03.2008