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Dissertation, 2003;

Veränderungen der Knochenstruktur der Tibia, quantifiziert mit der pQCT, bei kleinwüchsigen Kindern und Jugendlichen unter Therapie mit Wachstumshormon

Jahr: 2003

THOMAS SCHWAB
MEDIZINISCHEN FAKULTÄT, Eberhard-Karls-Universität, Tübingen

Abstract

Als Prädiktoren für das Wachstum unter WH-Therapie werden auxiologische und laborchemische Parameter eingesetzt. Diese prospektive Studie evaluiert die Knochenstruktur der Tibia vor und während einer Therapie mit WH, um daraus eine Vorhersage über das Ansprechen auf WH treffen zu können.
Verschiedene Knochenparameter der Tibia sind mit einem pQCT- Gerät (XCT 2000, Stratec Pforzheim) an 368 kleinwüchsigen Patienten gemessen worden. Das gesamte Patientenkollektiv ist anhand der Ursache für den Kleinwuchs in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Die Patienten mit Wachstumshormonmangel (GHD) sind von Patienten ohne nachgewiesenen WH-Mangel (NonGHD) getrennt worden. Die Entwicklung der Knochenparameter ist bei allen Patienten querschnittlich nach ihrer Therapielänge (kurz- bis mittelfristige Veränderung) und bei 87 Patienten longitudinal nach den ersten 6 und 12 Therapiemonaten (initiale Veränderung) beobachtet worden.
Hierbei zeigen sich im Vergleich der beiden Diagnosegruppen sowohl vor als auch während der WH-Therapie keine signifikanten Unterschiede der Knochenstruktur der Tibia. Die eventuell reduzierten Knochenparameter der Tibia bei kleinwüchsigen Kindern und Jugendlichen vor einer WH-Therapie sind somit nicht einzig auf einen WH-Mangel zurückzuführen, sondern scheinen multifaktoriell bedingt zu sein. Unabhängig von der zugrundeliegenden Ursache des Kleinwuchses kommt es als Zeichen der Aktivierung des Knochenstoffwechsels unter einer WH-Therapie zu folgenden morphologischen Veränderungen der Tibia: Zunahme der Flächenparameter und der Cortikalisdicke sowie initiale Abnahme der Cortikalisdichte mit anschließendem Wiederanstieg.
Die Cortikalisfläche, Cortikalisdicke und Knochenfläche der Tibia bei Therapiebeginn erweisen sich als Prädiktoren für das Ansprechen auf die WH-Therapie in beiden Diagnosegruppen. Die initiale Veränderung der Knochenstruktur unter WH-Therapie hat allerdings keinen prädiktiven Wert. Somit kann die Knochenstruktur bei Therapiebeginn als Prädiktor für das Wachstum im ersten Jahr der WH-Therapie dienen.

Schlagworte: children bone geometry, growth hormone
GID: 1597; Letzte Änderung: 19.11.2008
Weitere Informationen: Original Article