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Dissertation, 2006;

Auswirkungen von erschöpfendem Ganzkörpervibrationstraining auf neuromuskuläre Parameter im Vergleich zu erschöpfendem Kniebeugentraining
[Effect of exhausive whole body vibration exercise on neuromuscular parameters compared to exhaustive squatting exer

Jahr: 2006

Mutschelknauss M
Medizinische Fakultät Charité - Universitätsmedizin Berlin

Abstract

Studienziel war die Auswirkungen von erschöpfendem Ganzkörpervibrationstraining auf das neuromuskuläre System gesunder Probanden explorativ zu erforschen und mit normalem Training mit Kniebeugen zu vergleichen. Aus diesem Grund wurden vor und nach dem Training drei verschiedene Tests durchgeführt: eine Serie vertikale Strecksprünge für 30 Sekunden, EMG-Messungen während einer isometrischen Streckung im Kniegelenk mit 70% der Maximalkraft sowie eine quantitative Analyse des Patellarsehenreflexes. Vor dem Training zeigte sich kein signifikater Unterschied zwischen den verschiedenen Trainingsarten. Die Trainingszeit bis zur körperlichen Erschöpfung war beim Vibrationstraining signifikant kürzer als beim Kniebeugentraining (349 +/- 338 s versus 515 +/- 338 s), während weder kapillär gemessenes Blutlaktat (5.49 +/- 2.73 mmol l-1 versus 5.00 +/- 2.26 mmol l-1) noch die subjektiv angegebene körperliche Erschöpfung ( 18.1 +/- 1.2 versus 18.6 +/- 1.6) einen signifikanten Unterschied zeigten. Nach dem Training zeigten sich verggleichbare Effekte bezüglich der Sprunghöhe, der Standzeit zwischen den Sprüngen und dem isometrischen Drehmoment. Die EMG-Frequenz des M. vastus lateralis war nach dem Vibrationstraining signifikant gegenüber dem Kniebeugentraining erhöht. Ebenso zeigte sich eine signifikante Erhöhung der Amplitude des Patellarsehenreflexes nach dem Vibrationstrainin (4.34 +/- 3.63 Nm versus 1.68 +/- 1.32 Nm). Es ist anzunehmen, dass es während körperlichen Trainings mit vergleichbarer Erschöpfung und muskulärer Ermüdung durch die zusätzliche Applikation von Vibrationstraining zu einer wesentlichen Beeinflussung neuromuskulärer Erregungsmuster kommt. Ein besseres Verständnis der physiologischen Vorgänge während des Vibrationstrainings könnte eine grosse Rolle bei der Nutzung als Trainings- oder Therapiegerät spielen.

GID: 1977; Letzte Änderung: 08.10.2009
Weitere Informationen: Original Article