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2003;

Krafttraining mit dem Galileo2000 im Jugendbereich

Jahr: 2003

Harbrecht E
Facharbeit

Abstract

Spätestens seit Mitte der 80er Jahre hat man erkannt, dass in den führenden Sportnationen und in den meisten olympischen Sportarten die Ausweitung der Trainingsumfänge nicht
länger eine Hauptreserve für weitere Leistungsentwicklung darstellt. Für den Hochleistungs-, aber auch den Nachwuchsbereich, beispielsweise in technischen und Ausdauersportarten,
ist eine Wochentrainingsbelastung um 30 Stunden (und teilweise darüber) derzeit ein übliches und notwendiges Maß, um den Anschluss an das internationale Spitzenniveau zu
halten bzw. herzustellen.
Unter diesen Umständen kann die Gesamtbelastung infolge Schule / Ausbildung / Beruf und Training längerfristig ein unverträgliches Maß erreichen, das die Effizienz des Trainings
zunehmend in Frage stellt. Hinzu kommt, dass ein derart begrenztes Zeitbudget extensiver Trainingspläne immer kürzere Wiederherstellungs- und Adaptationszeiten des Organismus
voraussetzt. Als typische Überbelastungszeichen beobachten wir in der Praxis dagegen oftmals eine zunehmende Häufung von Verletzungen, Fehlbelastungen und stagnierenden
Leistungsentwicklungen sowie in der Folge einen vorzeitigen Abbruch der sportlichen Laufbahn.
Unumstrittene trainingswissenschaftliche Hauptorientierungen sind somit das Erforschen, Entwickeln und Anwenden effektiverer Trainings- und Wiederherstellungsmethoden und
deren Einordnung in das Gesamtsystem des Trainings. Dieses Ziel der effektiven Trainingsgestaltung umfasst alle Bereiche des
Hochleistungstrainings im Volleyball. Bei der Arbeit am Bundesstützpunkt Volleyball in Berlin stößt man immer wieder auf oben erwähnte Grenzen gerade in Fragen der zeitlichen
Gestaltung. Eine sportartspezifische Leistungssteigerung kann nur durch Qualitätssteigerung der technischen und taktischen Ausbildung, verbunden mit einer Belastungssteigerung
durch Trainingsumfang und –intensität, realisiert werden. Umfang und Intensität lassen sich hierbei nur noch bedingt sinnvoll steigern. Neben einem verbesserten Korrekturverhalten lässt sich über Nutzung effektiverer Übungs- und Trainingsformen das individuelle Leistungsvermögen heben. In Hinblick auf diese Zielstellung kann man einzelne Bereiche des täglichen Trainingsprozesses abschätzen, um die Effektivität der bisher angewandten Formen und Methoden abzuwägen. Limitiert durch die Bereiche Schule und Ausbildung, welche zweifelsohne in der heutigen Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert besitzen, ist besonders die Frage der optimalen Nutzung des vorhanden Zeitbudgets von enormer Bedeutung.
Somit ist die Suche nach Trainingsmethoden, welche eine effektivere Nutzung des vorhandenen Zeitbudgets erlauben, eine Hauptaufgabe im täglichen Arbeitsprozess. Einerseits gilt es althergebrachte und bewährte Methoden zu präzisieren und zu verbessern, andererseits aber auch gänzlich neue Wege zu beschreiten., selbst auf die Gefahr hin, evtl. Trainingsmethoden auszuprobieren, die sich letztendlich nicht als so wirksam erweisen. Anhand des Beispiels des Einsatzes der Vibrationsmaschine Galileo 2000 im Athletiktraining am Bundesstützpunkt Jugend sollen gesammelten Erfahrungen bei dieser Suche nach neuen Trainingsmöglichkeiten darstellt werden.
Ich möchte mich sehr herzlich bei Fr. C. Kleinmond für ihre bereitwillige und tatkräftige Unterstützung bedanken. Viele ihrer Anregungen gaben Anstoß zu neuen Ideen ein derartiges Vibrationskraftgerät sinnvoll in unseren Trainingsalltag integrieren zu können. Durch ihren Sachverstand fühlten sich unsere Sportler jederzeit gut betreut und gingen somit recht vorbehaltlos mit den für sie ungewohnten Reizen um.

Schlagworte: Volleyball
GID: 285; Letzte Änderung: 02.12.2007
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