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DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR SPORTMEDIZIN, 2004; 55/6: 152-156

Vibrationskrafttraining und Gelenkstabilität: EMG-Untersuchungen zur Wirkung von Vibrationsfrequenz und Körperhaltung auf Muskelaktivierung und -koaktivierung

Jahr: 2004

Berschin G, Sommer HM
Abteilung Sportmedizin, Institut für Sportwissenschaft und Motologie, Universität Marburg

Abstract

Das Ziel dieser Studie war es, im Rahmen einer elektromyographischen Untersuchung zu überprüfen, wie sich die EMG-Aktivität von Agonist und Antagonist beim Training auf einer Vibrationsplattform in Abhängigkeit von Frequenz und Rumpfhaltung ändert.
Dazu wurde bei 15 männlichen und 15 weiblichen sportstudierenden Probanden (Alter: 24 (19-28) Jahre) die integrierte EMG-Aktivität (iEMG-Aktivität) von M. rectus femoris und M. biceps femoris bei einer gehaltenen Viertelkniebeuge auf einer Trainingsplattform erhoben.
Die Ergebnisse zeigen in der Spontanhaltung eine linear (r=0,97; p<0,01) mit der Vibrationsfrequenz zunehmende Koaktivierung beider Muskeln. Eine Haltungskorrektur, eingeleitet durch eine willkürliche Aktivierung der Bauch- und Rückenmuskulatur, ergab bei der iEMG-Aktivität des M. rectus femoris keine Änderung der Aktivität, jedoch eine signifikant erhöhte Aktivität des M. biceps femoris (p<0,05).
Somit konnte gezeigt werden, dass ein Training auf Vibrationsplattformen eine Koaktivierung von Beuger und Strecker der unteren Extremitäten hervorruft, die unter dem Aspekt einer stabilen Gliedmaßenführung als positiv betrachtet werden kann. Das deutet darauf hin, dass ein Krafttraining auf Vibrationsplattformen - neben der nachgewiesenen Wirksamkeit auf maximal- und schnellkräftige Kraftfähigkeiten - den Vorteil eines gleichzeitigen Trainings der aktiven Gliedmaßenstabilisierung, insbesondere durch Kräftigung der ischiocruralen Muskulatur, hat.

GID: 405; Letzte Änderung: 05.12.2007
Weitere Informationen: Original Article