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Klin Pädiatr, 1996; 208: 117-117

Knochendichte bei Kindern und Jugendlichen mit rheumatischen Erkrankungen. Vorläufige Ergebnisse einer Selektiven Messung von Spongiosa und Kortikalis mittels peripherer Computertomographie

Jahr: 1996

Lettgen B, Neudorf U, Hosse R, Peters S, Reiners C
Universitätsklinik Essen, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinik Essen

Abstract

(english)
Selective measurements of bone mineral density (BMD) of trabecular and cortical bone at the ultradistal radius were made in 27 children with rheumatic diseases and in age- and sex-matched healthy controls using peripheral quantitative computed tomography (pQCT).
Results:
Mineral density of trabecular bone (-34,5%) and total bone mineral density (-18,9%) differed significantly between patients and controls (p<0.01). BMD of the cortical bone (-13,6%) did not differ significantly between the groups. There was no difference in BMD in patients with systemic or non-systemic diseases. BMD did not correlate with duration of disease or steroid medication.
Conclusions:
Total bone mineral density and trabecular bone density are decreased in children and adolescents with systemic and non-systemic rheumatic diseases. Age of onset of disease and steroid medication did not correlate with bone mineral density. PQCT has the advantages of low local and no total body radiation, high sensitivity, high reproducibility and selective measurement of different bone compartments. Because selective measurement can be made in metabolically active trabecular bone changes of BMD can be detected at an early stage before the whole bone is affected. With this method therapy for chronic diseases affecting bone density can be initiated and the course of the disease can be followed.

(German)
In einer Pilotstudie wurden bei 27 Patienten mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und 27 alters- und geschlechtsgleichen Kindern und Jugendlichen eine selektive Messung der Spongiosa- und Kortikalisdichte mittels peripherer quantitativer Computertomographie (pQCT) durchgeführt. Es fand sich eine signifikant erniedrigte Dichte der Spongiosa (-34,5%, p<0,05) und des Gesamtknochens (-18,9%, p<0,05). Die Kortikalis zeigte ebenfalls eine verminderte Dichte (-13,6%, ns). Es fand sich kein Unterschied in der Knochendichte zwischen Patienten mit systemischen oder nicht-systemischen Erkrankungen. Die Knochendichte korrelierte nicht mit der Dauer der Erkrankung, Alter bei Erkrankungsbeginn oder einer Steroidmedikation.
Schlußfolgerung:
Die Gesamtknochendichte sowie die Spongiosadichte sind bei Kindern und Jugendlichen mit rheumatischen Erkrankungen vermindert. Alter bei Krankheitsbeginn, Dauer der Erkrankung und Steroidmedikation scheinen keinen wesentlichen Einfluß auf die Knochendichte zu haben. Die pQCT hat den Vorteil einer geringen und nur lokalen Strahlenexposition, einer hohen Sensitivität, einer hohen Reproduzierbarkeit und den Vorteil der selektiven Messung einzelner Knochenkompartimente. Da die stoffwechselaktivere Spongiosa selektiv gemessen werden kann, können Störungen der Mineralisation früh bemerkt werden. Krankheitsverläufe und Therapie können so effektiv überwacht werden.

GID: 981; Letzte Änderung: 24.01.2008