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Gründungsveranstaltung ProQuarto, Aerpah Klinik Esslingen

22.02.2006

Im Rahmen der Gründungsveranstaltung des Gemeinnützigen Vereins "Pro Quarto" wurden von Dr. Martin Runge, Chefarzt der Aerpah Klinik in Esslingen-Kennenburg, sensationelle Erfolge in der Therapie von Menschen mit inkompletter Querschnittslähmung vorgestellt. Die betroffenen Personen wurden mit dem Galileo Kipptisch System trainiert. Anhand zweier Fallbeispiele wurde zum einen die Effizienz der seitenalternierenden Vibration des Galileo Trainingsgerätes und zum anderen die Arbeit des Fördervereins "Pro Quarto" aufgezeigt.

Einer der Patienten (männlich, 43 Jahre) erlitt im Oktober 2003 durch eine schwere Entzündung eine hohe Querschnittslähmung (C4/C5), was zu einer teilweisen Lähmung aller vier Gliedmaßen - vor allem aber der Beine - führte. Ein halbes Jahr nach der Entstehung der Lähmung begann er im Team von Dr. Runge das Training auf dem Galileo Kipptisch System.
Zu Beginn des Trainings war es ihm nicht möglich, seinen Oberkörper im Rollstuhl selbstständig aufrecht zu halten geschweige denn zu gehen. Schon nach einem 4-wöchigen Intensivtraining zeigten sich erste Erfolge: Er konnte sich aus eigener Kraft vom Bett in den Rollstuhl bewegen.

Nach einem weiteren Monat intensiven Galileo Trainings war freies Sitzen sowie das Gehen einer Strecke von 50m mit der Hilfe eines Therapeuten und eines Rollwagens möglich.
Durch die Hilfe des Fördervereines "Pro Quarto" wurde dann eine ambulante Therapie von August 2004 bis Februar 2006 ermöglicht, welche 2 mal wöchentlich durchgeführt wurde. Heute ist der Patient weitgehend selbstständig und braucht im häuslichen Leben keine fremde Hilfe mehr. Er kann alleine aufstehen, frei stehen und mit Hilfe von Beinschienen und einem Gehwagen kurze Strecken alleine bewältigen. Mittlerweile sind sogar einige freie Schritte mit Hilfe von Unterarmstützen möglich. Das Team um Dr. Runge geht davon aus, daß dies noch lange nicht das Ende des Erfolges des Galileo Trainings sein wird.<7p>

Ein weiterer Patient (männlich, 20 Jahre) erlitt kurz vor seinem 18.
Geburtstag bei einem Skiunfall eine Fraktur der Wirbelsäule in Höhe des ersten und zweiten Lendenwirbels, was zu einer Lähmung im Bereich der Beine führte. Nach konventionellen Reha-Maßnahmen war es ihm immerhin möglich, mit zwei Beinschienen und einer Vierpunktstütze ca. 40m zu gehen. Ein freies Stehen war ihm jedoch nicht möglich.
Im Januar 2005 begann die Behandlung beim Team von Dr. Runge. Während dieser Zeit steigerte sich die Muskelleistung beim Aufstehen von 220 Watt auf 710 Watt, was einer Steigerung von über 300% entspricht. Der Patient kann nun ohne jegliche Hilfe frei stehen und mit Hilfe von Unterarmstützen mehr als
1-2 km gehen. In Schule und Freizeit bewegt er sich mittlerweile regelmäßig statt mit dem Rollstuhl auf den eigenen Beinen. Auch hier geht Dr. Runge davon aus, daß durch Fortführen des Galileo Training noch eine weitere Verbesserung des ohnehin schon großen Erfolges möglich sei.

Diese beiden Fallbeispiele lassen erahnen, welches enorme Therapiepotential in der seitenalternierenden Vibration des Galileo Trainingsgerätes gerade auch in Form des Galileo Kipptisch Systems liegt. Dr. Runge geht davon aus, daß die Therapie in Deutschlang bei rund 10% bis 20% der Querschnittsgelähmten zu deutlichen Erfolgen führen kann.

"Pro Quarto" heißt die Initiative für Altersmedizin und Therapiepartnerschaften. Ziel des ehrenamtlich geführten Vereins ist es, über den regionalen Bereich hinaus Impulse für die Entwicklung der Altersmedizin zu geben und einzelnen Menschen durch Therapiepartnerschaften zu helfen, diese Möglichkeiten zu nutzen. Bei den beiden zuvor vorgestellten Patienten konnte dieses Konzept mit großem Erfolg umgesetzt werden.

 

Weitere Informationen:

 


Produktgruppen: Galileo® Therapiegeräte
Themen: Therapie & Prävention mit Galileo®