Gelenkgesundheit unterstützen
29.03.2010
Vibrationstraining: effektiv und zeitsparend
(djd/Novotec Medical) 03/2010 - Wenn das schwungvolle Aufstehen aus dem Bett Schwierigkeiten bereitet, dann könnte eine Arthrose dahinterstecken. Morgensteifigkeit tritt bereits im Frühstadium dieser Erkrankung auf: Betroffene Gelenke tun weh, lassen sich schlecht bewegen und scheinen wie eingerostet. Die Schmerzen resultieren daraus, dass die Schmierfunktion im Gelenk in Ruhephasen schlechter wird und Entzündungsprozesse die Funktion behindern. Obwohl der typische sogenannte Anlaufschmerz meist nach kurzer Zeit nachlässt, kehren die Beschwerden bei längerer Gelenkbelastung wieder. Hinzu kommen Ermüdungserscheinungen und Kraftlosigkeit, oft begleitet von Reibegeräuschen im Gelenk. Medizinisch gesehen entsteht die Arthrose durch einen zunehmenden, altersabhängigen Knorpelabrieb der Gelenke des Körpers. Dieser Schaden im Knorpelüberzug ist der Ausgangspunkt der Erkrankung - sie verläuft schleichend und kann letztendlich zur Zerstörung des Gelenks führen.
Gelenke altern zeitig
Nicht nur Senioren sind von dieser Volkskrankheit betroffen. Auch bei vielen Menschen ab dem 35. Lebensjahr zeigen sich bereits arthritische Veränderungen der Gelenke. Maßnahmen, durch die sich Arthrose sicher vermeiden lässt, gibt es leider nicht. Doch es ist sinnvoll, Risikofaktoren, die zu Fehl- und Überbelastung der Gelenke führen können, rechtzeitig gegenzusteuern. So sollten Fehlstellungen der Füße oder Haltungsschäden frühzeitig durch Krankengymnastik ausgeglichen und vorhandenes Übergewicht schleunigst reduziert werden. Neben ausgewogener Ernährung spielt regelmäßige Bewegung eine wesentliche Rolle für die Gelenkgesundheit. Beim Training sorgt der ständige Wechsel zwischen Be- und Entlastung für die gleichmäßige Versorgung des Gelenkknorpels mit Nährstoffen. Geeignet sind vor allem sanfte, gelenkschonende Sportarten wie Gymnastik, Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking.
Starke Muskeln stützen
Auch gezieltes Krafttraining wird den Patienten empfohlen, denn eine gut trainierte Muskulatur ist wichtig für gesunde Gelenke. Wem dies zu aufwendig ist, dem rät Dr. Martin Runge, ärztlicher Direktor der Aerpah-Klinik Esslingen-Kennenburg: "In der rehabilitationsmedizinischen Praxis stellt das seitenalternierende Vibrationstraining mit dem Galileo-System in der Behandlung von Arthrose eine wichtige Bereicherung zum konventionellen Krafttraining dar, als Alternative oder wenigstens als Ergänzung." Das Gerät simuliert den natürlichen Bewegungsablauf des Menschen beim Gehen. Auf die Wippbewegungen der Trainingsplattform reagiert der Körper reflexartig mit Muskelkontraktionen (nähere Informationen unter www.galileo-training.com).
Vibrationstraining contra Krafttraining
Experten für Sportmedizin aus Tübingen und Pforzheim verglichen an 39 Patienten, welche an einer Kniearthrose litten, die Effektivität von Vibrations- und Krafttraining. Während die eine Gruppe zweimal wöchentlich je 45 Minuten Krafttraining für die Oberschenkelmuskulatur absolvierte, praktizierte eine andere zweimal pro Woche je 16 Minuten lang ein Vibrationstraining. Zwar zeigten sich beide Trainingsarten gleichwertig im Hinblick auf Kraftentwicklung und Schmerzreduktion, doch das Vibrationstraining benötigte nur den halben Zeitaufwand.
Das seitenalternierende Vibrationstraining mit dem Galileo-System stellt in der Behandlung von Arthrose eine Alternative zum konventionellen Krafttraining dar.
Themen: Therapie & Prävention mit Galileo®
Download: 2010-03-29_gelenke-33610pn.pdf


